FELA erhält das europäische Patent für die Technologie „FELAM Q-Flex“ – diese erlaubt, Metallkern-Leiterplatten gradgenau zu biegen und verwandelt diese so in dreidimensionale Gebilde. Das Resultat sind ein optimiertes Wärmemanagement für IMS und eine perfekte Streuung der punktuellen LED-Strahlung.

Die Technologie löst die Problematik der punktuellen Lichtabstrahlung von LEDs auf elegante als auch kostengünstige Art und Weise und erlaubt gleichzeitig ein individuelles, integriertes Wärmemanagement. Dank einer Vielzahl gradgenau ausgerichteter Elemente einer Metallkernleiterplatte werden die erwünschte Lichtstreuung und damit eine großflächige Beleuchtung erreicht. Die innovative Technik ist von besonderem Interesse für LED-Anwendungen und wärmekritische Systeme.

LEDs strahlen, im Gegensatz zu konventionellen Lampen, nicht in alle Richtungen sondern direkt und in einem stark eingeschränkten Winkel. Für vertikale Beleuchtungen und eine gleichmäßige bzw. flächige Lichtverteilung müssen daher spezielle Lösungen entwickelt werden.

Gilt es größere Flächen auszuleuchten müssen die LEDs einzeln ausgerichtet und platziert werden. In der Vergangenheit geschah dies in der Regel durch einzelne, über Kabel miteinander verbundene und verlötete IMS Leiterplatten oder sogenannte Flex-Leiterplatten. Dieses Verfahren ist nicht nur extrem aufwendig in der Herstellung, auch mussten grundsätzlich weitere Kühlkörper und Kabelbäume mit eingeplant werden. In der Anwendung folgten ein unwirtschaftlicher Montageaufwand und viele potentielle Schwachstellen im System.

Die Herstellung aus einem Teil verbessert nicht nur die thermische Entwärmung der IMS Leiterplatten über Konduktion und verstärkte Effekte über Radiation, sondern der Kunde erhält eine sogenannte „Plug and Play“ Lösung. Diese erlaubt, die gesamte Baugruppe mit wenigen Handgriffen zu montieren.

Eingesetzt wird diese Technologie vor allem im Bereich der Straßen- und Außenbeleuchtung, sowohl für neu konstruierte Lampen als auch für den Austausch konventioneller Leuchten und durch LED-Baugruppen (FELAM LED RETRO FIT). Aber auch für die Automobilindustrie ist FELAM Q-Flex sehr interessant.

Zusammen mit dem französischen Unternehmen Comatelec, spezialisiert auf urbane Architekturbeleuchtung, hat FELA zum Beispiel die Leuchte „ModulLum“ entwickelt.

Den Kern des um 360° drehbaren Moduls bildet eine dreidimensionale FELAM THERMOLINE IMS Leiterplatte mit vierzig Biegestellen auf denen Hochleistungs-LEDs platziert werden. Das Resultat sind individuell ausgerichtete Leuchten, die in 21 verschiedenen Winkeln abstrahlen. Möglich wurde diese komplexe Entwicklung dank der FELAM Q-Flex Technologie, die eine extrem genaue und zuverlässige Lichtverteilung erlaubt.

Im März wurde die FELAM Q-Flex Technologie außerdem mit dem Innovationspreis ausgezeichnet, zudem finden aktuell zwei Kooperationsprojekte mit der Hochschule Furtwangen statt.